Roverlauf 2000

In diesem Jahr nahmen zwei Gruppen unseres Stammes an dem schon legendären Roverlauf teil. Neben den Tuppis, nahm zum anderen die Gruppe Föös, zum ersten mal teil.

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Für diejenigen denen der Begriff Roverlauf nichts sagt, eine kurze Erläuterung. Der Roverlauf ist ein Orientierungsmarsch nach Karte. In welcher Region der Roverlauf stattfindet, und welche Strecke man geht, bleibt immer bis zuletzt geheim. Man geht nach Koordinaten, die man erhält, nachdem man eine kleine Aufgabe gelöst hat. Für die Strecke, die sich so ergibt, wird die Zeit gemessen. Doch neben der Zeit gibt es noch Zusatzpunkte für beantwortete Rätsel oder bewältigte Aufgaben an den einzelnen Stationen.

Dieses Jahr führte uns der Roverlauf in den Westerwald. Freitag Abend ging es in Höhr-Grenzhausen los. Es mußte eine kleine Strecke von ca. 10km gegangen werden, die es uns aber nicht leicht machte. Leicht lies sich feststellen, das die uns ausgehändigten Karten wohl nicht auf den neusten Stand waren, so stellten sich einige dick markierten Wege als überwuchertes Dickicht heraus. Als kleinen Bonus fing es auch noch an zu regnen. Ziel am ersten Abend war eine Grillhütte, an der noch eine letzte Aufgabe einige hungrige Herzen höher schlagen lies. Jede Gruppe bekam eine bestimmte Auswahl an Lebensmittel, und mußte ein möglichst leckeres Menü präsentieren. Über die manchmal sehr exotischen Speisen wurde sich nicht sehr zurückhaltend hergemacht. Die Gruppe der Föös hatten an diesem Abend jedoch einige Probleme, so kamen sie erst spät in der Nacht an. Zwei Gruppenmitglieder mußten am nächsten Morgen dann aufgeben. Die Strapazen der ersten Nacht waren etwas zu viel.

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Am nächsten Morgen kam ein Start für Frühaufsteher. Geweckt wurden wir mit den Worten „Die Koordinaten hängen aus“, was uns weniger bewegte, als einige anderen Gruppen, die sofort aus dem Schlafsack sprangen, sich anzogen, den Rucksack vollstopften und losrannten. Uns war es noch zu kalt. Mit den Föös wurden Handynummern ausgetauscht, damit sich gegenseitig ausgetauscht werden konnte.

Die Strecke am Samstag, die um die 50km betrug, führte uns an Montabaur vorbei Richtung Nassau. Die Hälfte der Strecke war rum, da erhielten wir einen Anruf der Föös, deren Standort sich weit ab vom Weg befand. Eine Fehlpeilung warf sie zurück, und so entschlossen sich die Föös aufzugeben. Dieser Umweg war zu groß.

Der Weg am Samstag stellte sich als sehr angenehm heraus, bis auf einen Schritt in einen Bach. dem herunterkraxeln eines Hanges und dem Überqueren einer glitschigen Brücke. Doch dann wurde es dunkel und eine kleine Abkürzung stellte sich als Höhepunkt des ganzen Tages dar. Ich verfluche noch heute diese fast undurchdringlichen Dornen, die sich uns in den Weg stellten. Doch wir erreichten Nassau. Vor dort aus dachten wir es wären bestimmt noch 10km, so machten wir Pause am Marktplatz, aßen gemütlich Pizza und telefonierten nach Hause. Völlig überrascht standen wir dann im Nachbarort vor dem Gemeindehaus, dem Endziel. So leicht kamen wir noch nie die Treppe hoch. Als dritte Gruppe kamen wir an und das für unsere Meinung viel zu früh. Also machten wir uns über das Bier her und warteten auf die restlichen Gruppen. Die letzten kamen so gegen 4.00Uhr.

Am nächsten Tag, bevor es wieder nach Hause ging gab es die Siegerehrung. Mit der drittbesten Zeit kamen wir ins Ziel, mit allen beantworteten Fragen und gelösten Rätsel und an den Station meistens guter Punktzahl kamen wir auf den ersten Platz. Damit hatten wir nicht gerechnet. Zum ersten Mal seit fünf Jahren hatten wir als erste DPSG-Gruppe überhaupt, und als ersten Teilnehmer aus dem Stamm Kurtscheid die begehrte Trophäe in der Hand. Diese ziert bis nächstes Jahr die Wand im Jugendheim.


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