Am Abend des 7.Juli ging es endlich los, wir, die Black Beans und die Don Promillos starteten unser Gruppenlager, die Bella Italia Tour 2002. Vom Koblenzer Bahnhof aus ging es mit dem Urlaubsexpress der Deutschen Bahn direkt nach Riccione, wo wir auf einem Campingplatz ganz in Meernähe die nächsten zehn Tage verbringen wollten. Nach einem Schlummertrunk erwartete uns eine Nacht im Schlafwagen, die morgens früh um halb acht damit beendet wurde, dass wir per Durchsage erfuhren, dass leider keine Frühstücksbrötchen geliefert worden waren. Doch es gab dennoch für jeden etwas zu essen, außerdem war es ja noch früh am morgen und da hatten einige Leute noch viel zu sehr mit der Müdigkeit zu kämpfen, als dass sie an ein umfangreiches Frühstück denken konnten. Je näher wir unserem Ziel kamen, desto wärmer wurde es, sodass wir heilfroh waren, als wir endlich, mit all unserem Gepäck bewaffnet, den Zug verlassen und uns auf die Suche nach einem Bus Richtung Campingplatz machen konnten.
Es dauerte zwar etwas, schließlich waren wir nicht der italienischen Sprache mächtig und leider sprach auch kaum ein Italiener mehr als nur ein paar Brocken englisch oder deutsch, doch um die Mittagszeit erreichten wir einen Zeltplatz, der aber leider nicht der war, den wir gebucht hatten. Da es mittlerweile furchtbar heiß geworden war und der von uns gebuchte Zeltplatz noch ein ganzes Stück weiter weg war, beschlossen wir, einfach da zu bleiben wo wir waren und starteten mit dem Aufbau.Die folgenden Tage verbrachten wir bei strahlendem Sonnenschein am Strand von Riccione, ab und zu verschlug es auch einige nach Riccione selbst, doch die meisten beschränkten ihre Nachmittage darauf, sich von der Sonne braten zu lassen und sich ab und zu Kühlung durch ein original italienisches Eis oder ein Bad im Meer zu verschaffen. Wir spielten etwas, dass wir der Einfachheit halber einmal Volleyball nennen wollen, was uns einigen Verschleiß an eben solchen aber auch eine Menge Spaß brachte. Abends fuhren wir nach Riccione, oder ins nahegelegene Rimini, aßen Pizza und Pasta und genossen das schöne Wetter.
Natürlich verbrachten wir ab und zu auch mal einen Abend auf dem Zeltplatz, was unseren Platznachbarn, einer „netten, freundlichen Gruppe aus Deutschland“- das erkannte man an der großen Deutschlandflagge am Zelt- wohl weniger Recht war, passte unsere Musik doch so gar nicht zu ihrem Zlatko- Geplärre! Auch der Platzwart dürfte am Ende froh über unsere Abreise gewesen sein, schließlich haben sich einige unserer lieben Gruppenmitglieder- wir nennen natürlich keine Namen- etwas daneben benommen, sodass er uns einmal fast vom Platz geworfen hätte! Da wir auch noch Bekannte, eine Jugendgruppe aus Koblenz, auf unserem Zeltplatz wiedertrafen, fühlten wir uns quasi wie zuhause. Einen Abend verbrachten wir beim Minigolfen, wo sich der eine mehr, der andere wohl weniger als Golftalent entpuppte. Auch ein Tag im „Aquafan“, einem riesigen Wassererlebnispark brachte eine Menge Spaß. Zu alledem hatten wir auch noch zwei Geburtstage zu feiern, sodass Langeweile gar nicht erst aufkommen konnte. Probleme bereitete nur das Kochen, da extravagante Kreationen mit nur zwei Töpfen kaum möglich waren. Doch trotzdem musste niemand hungern, zumal einige den nahegelegenen Mc Donald`s regelmäßig besuchten. Leider spielte das Wetter in den letzten zwei Tagen nicht so recht mit: es regnete in Strömen, sodass an Strand, Volleyball spielen oder durch die Stadt spazieren nicht mehr zu denken war, sondern wir vielmehr versuchen mussten, unsere Sachen einigermaßen trocken zu behalten. Diese Bemühungen wurden jedoch aufgegeben, als wir am Abreisetag auf dem Weg zum Bahnhof von einem Platzregen erwischt und völlig durchnässt wurden. Am morgen des 16. Juli kamen wir schließlich mit dem Urlaubsexpress wieder in Neuwied an, wo schon einige Eltern warteten, die uns und unser mehr oder weniger nasses Gepäck in die Autos luden und nach Hause fuhren, wo die meisten wohl erst einmal ein paar Stündchen geschlafen haben dürften...