Zehn märchenhafte Tage verbrachten wir in Schwangau, am Fuße der Alpen und mit herrlichem Blick auf Neuschwanstein.
Doch für unsere Vortour begann das Lager nicht so
märchenhaft. Auf halber Strecke nach Bayern, platze dem
Anhängerziehenden Fahrzeug die Wasserpumpe. Ein weiterkommen war
mit dem Auto nicht mehr möglich. Doch zum Glück gibt es
noch Engel, wie die gelben. Wir wurden abgeschleppt und bekamen
direkt mal einen dicken Galopper-Gelädewagen, mit dem wir den
Anhänger und damit das gesamte Material den Rest der Strecke
nach Schwangau bringen konnten.
Aber so ist es im Märchen. Am Anfang passiert was schlimmes, doch zum Ende wird alles gut. Unser Ende dauerte zehn Tage.
Um uns auf unser Märchenlager einzustimmen überlegte sich jedes Zelt einen Namen, wie z.B. „Rapunzels Turm“, „Zum stinkenden Stiefel“ oder „Die Gemächer der Prinzessin“. Und jedes Zelt sollte ein Märchen zu seinem Namen schreiben. Diese wurden jeden Abend am Lagerfeuer vorgelesen und mit Spannung verfolgt.
Tagsüber wurden die vielen Freizeitangebote genutzt, die alle in der näheren Umgebung lagen. Mal ging es zu der, direkt am Zeltplatz gelegenen, Sommerrodelbahn. Oder an einen der vielen Seen, bei denen man die oft ersehene Abkühlung fand, da unsere obligatorischen Wasserschlachten vom Platzwart nicht gerne gesehen wurden. Das Wetter lud jeden Tag zum baden ein, da wir aber nun einmal die Berge vor unseren Nasen hatten, ging die ein oder andere Gruppe mal eine Bergbezwingung an. Ob mit dem Lift hoch und zu Fuß runter, oder, die etwas anstrengendere Methode, umgekehrt, die zu stolzen Erzählungen zuhause führte.
Andere Gruppen machten sich mal auf in die Stadt, nach Füssen oder die etwas entfernte, aber sehr schöne Breitachklamm.
Natürlich durfte der Besuch von Schloss Neuschwanstein nicht fehlen.
Am letzten Abend luden unsere Lagerprinzessin Carmen und der Lagerprinz Tobi zu einer Feier. Jeder kam mit festlichen Gewändern. Mit Fanfaren wurde das märchenhafte Buffet eröffnet und später stellte jedes Zelt einen Programmpunkt. Es gab Ratespiele zu Märchen und unserem Lager, Zitronenteegranulatwettessen, Musikdarbietungen, einer Hochzeit und als Höhepunkt ein Theaterstück der Leiter mit viel Tragik, Action und Comedy.
Ein sehr schönes Lager fand so ein würdiges Ende, und wird uns noch lange in Erinnerung bleiben.