3.500 Leiterinnen und Leiter der DPSG trafen sich zum so genannten up2date-Kongress vom 1. bis 4. Mai im Bundeszentrum der DPSG in Westernohe. Die Großveranstaltung war der Höhepunkt eines mehrjährigen Entwicklungsprozesses, der die pädagogische Qualität der Jugendarbeit der DPSG als anerkannter, außerschulischer Bildungsträger überprüfte und für die Zukunft sichern soll.
Eröffnet wurde der Kongress am in einem Zirkuszelt unter der Moderation des Schauspielers Ulrich Krämer. Nach dem anschließenden Gottesdienst, zelebriert vom Limburger Bischof Franz Kamphaus, beschäftigten sich die Leitungskräfte der DPSG mit den bisherigen Ergebnissen ihrer Workshops: Kindern und Jugendlichen Orientierung geben und Verantwortung übertragen, ein zeitgemäßes Pfadfinden aufzeigen sowie ein klares Verbandsprofil formulieren, das waren einige Aspekte, worüber sich Leiterinnen und Leiter austauschten.
Der Freitag war geprägt von den Diskussionen der Leiterinnen und Leiter in den vier Pfadfinderstufen der
DPSG: Wölflinge, Jungpfadfinder, Pfadfinder und Rover – sie entwickelten die Perspektiven der künftigen pfadfinderischen und altersgerechten Erziehung. Parallel wurden die angehende Ausrichtung des Verbandes und seine Verantwortung in den Themenfeldern Erziehung, Gesellschaft, Internationalität und Kirche betrachtet.
Nach demokratischen Grundsätzen fand am Samstag eine gemeinsame Trend-Abstimmung „up2vote“ mit allen Teilnehmern statt. Die daraus resultierenden Anträge wurden am Sonntag offiziell den
Verantwortlichen übergeben, so dass die endgültige Entscheidung über die Zukunft des Verbandes auf der Bundesversammlung getroffen werden kann. Dort klärt sich, an welchen altbewährten Grundsätzen festgehalten wird, welche durchgreifende Umgestaltungen geschehen sollen und wie die Erziehung junger Menschen in der DPSG aussehen soll. Nach 16 Jahren bietete sich dem Verband in diesem Jahr die Chance einer Neuorientierung der Pfadfinderpädagogik und der grundsätzlichen Positionierung des größten deutschen Pfadfinderverbandes mit rund 100.000 Mitgliedern.
Geprägt war das viertägige Event durch die Atmosphäre einer großen, lebendigen Zeltstadt, christlichen Zusammenlebens, kreativem Arbeiten und ideenreichen Aktionen sowie gemeinsamen Feierns.