Das Projekt:
Hier kannst
Du nachlesen wie das Projekt ursprünglich geplant war. Wie es tatsächlich
abgelaufen ist, steht im Reisebericht.
Zunächst sollte an dieser Stelle kurz der Name erklärt werden: Rovistad setzt sich zusammen aus Rover (die Altersstufe um die es hier geht) und dem spanischen Wort amistad, was so viel heißt wie Freundschaft, Partnerschaft...
Die Idee zu diesem ehrgeizigen Projekt entstand bei der letzten Bolivien-Begegnungsreise im Jahre 2000. Genauer gesagt, bei einer Exkursion ins Chapare, dem subtropischen Tiefland Boliviens. Dort konnte die Asociación de Scouts de Bolivia (ASB) vor einigen Jahren ein mittlerweile wieder überwaldetes Grundstück preiswert erwerben. Der Gedanke kam auf, dieses Grundstück wieder z. T. zu entwalden, um dort einen Zeltplatz und einen Waldlehrpfad zu errichten. Auf dem Campingplatz sollen dann später internationale Jugendbegegnungen (unter Pfadfindern nennt man dies Jamboree) stattfinden, so wie es von je her die Bestimmung des Grundstücks war.
Der Lehrpfad dient dazu, der einheimischen Bevölkerung (meist "cocaleros" - Kokabauern) ein paar Alternativen aufzuzeigen, die ihnen, aus dem Teufelskreis verhelfen können. Die Bauern und andere Leute, die mit dem Kokaanbau für die nordamerikanischen Mafiosi ihren Lebensunterhalt verdienen riskieren oftmals ihr Leben, da sie von staatlich eingesetzten Anti-Koka-Einheiten, die von der US-Regierung finanziell und materiell sehr stark unterstützt werden) gejagt werden und ihre Felder zerstören. Bisher sind alternative Pflanzprojekte an zu geringem Bekanntheitsgrad und Preisverfall der Alternativen (z.B. Obst oder wertvolle Pfanzenzüchtungen) gescheitert. Ein neuer Anfang, der sein Hauptgewicht auf die Bildungsarbeit in diesem Bereich setzt, soll mit diesem Lehrpfad gestartet werde.
Der Ablauf:
Nachdem wir uns die ersten Tage in Cochabamba eingelebt haben, die dortigen Pfadfinder getroffen und ihren Alltag erfahren haben, machen wir uns, bolivianische und deutsche Scouts, gemeinsam an die Arbeit in den Subtropen. Vermutlich werden wir in der guten Woche, die wir dafür einplanen, nicht die ganze Arbeit bewältigen, aber der Anstoß ist gemacht (und hoffentlich auch der größte Teil schon erledigt), sodass die bolivianischen Rover dieses Projekt im Anschluss an die Reise vollenden können.
Das Schaffen beenden wir deshalb schon nach einer Woche, da wir die letzten Tage damit verbringen wollen, das Land (wahrscheinlich eines der abwechslungsreichsten der Erde) zu erkunden. In binationalen Interessengruppen können die Jugendlichen den Teil Boliviens erleben, der für sie den größten Reiz ausmacht, La Paz, Sucre, der Titcacasee, die Königskordillere, der Salzsee von Uyuni,... Nach einer gesamtreisezeit von 21 -23 Tagen und einem gemeinsamen Abschluss müssen Freunde zweier Kulturen voneinander Abschied nehmen. Rovistad wird enden, die Freundschaft bleibt.
Kontakt: Peter@rovistad.de